Einkommensbonus Heizung zu versteuerndes Einkommen
Nicht dein Brutto entscheidet über den Einkommensbonus, sondern das zu versteuernde Einkommen aus deinem Steuerbescheid. Welche zwei Jahre zählen und wo die 40.000-Euro-Grenze liegt.
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Beim Einkommensbonus für deine neue Heizung zählt nicht, was brutto auf deinem Gehaltszettel steht. Entscheidend ist allein das zu versteuernde Einkommen aus deinem Steuerbescheid. Und zwar für den ganzen Haushalt, nicht nur für dich. Das ist der Punkt, an dem sich die meisten verrechnen.
Der Einkommensbonus Heizung knüpft also an das zu versteuernde Einkommen an, eine Zahl, die oft deutlich niedriger liegt als das, was du verdienst. Gut für dich. Denn genau diese Lücke entscheidet, ob du in die Förderstufe rutschst oder knapp daneben.
Was beim Einkommensbonus als zu versteuerndes Einkommen zählt
Das zu versteuernde Einkommen (kurz zvE) findest du in deinem Einkommensteuerbescheid. Es ist das, was nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen und Freibeträgen übrig bleibt. Nicht das Brutto, nicht das Netto, sondern die Größe, auf die das Finanzamt am Ende die Steuer berechnet.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Angestellter mit 48.000 Euro Bruttolohn kann nach allen Abzügen durchaus bei einem zvE um die 38.000 Euro landen. Damit ist er unter der 40.000-Euro-Grenze, obwohl das Brutto darüber liegt.
Maßgeblich ist das zu versteuernde Haushaltseinkommen. Bei Ehepaaren zählen beide zusammen, auch wenn nur einer im Grundbuch steht.
Den Bonus bekommen ausschließlich selbstnutzende Eigentümer, die im geförderten Haus ihren Hauptwohnsitz haben. Vermietete Objekte sind außen vor. (Stand: 24.07.2026)
Welche zwei Jahre die KfW anschaut
Hier stolpern viele. Es zählt nicht dein heutiges Einkommen, sondern der Durchschnitt aus dem zweiten und dritten Jahr vor dem Antrag. Stellst du den Antrag 2026, prüft die KfW deine Steuerbescheide für 2023 und 2024.
So rechnest du: zvE 2023 plus zvE 2024, geteilt durch zwei. Dieser Mittelwert entscheidet über deine Stufe.
Das hat einen praktischen Vorteil. Wenn dein Einkommen zuletzt gestiegen ist, zählen trotzdem die älteren, meist niedrigeren Werte. Umgekehrt gilt aber auch: Wer 2023 oder 2024 einen Ausreißer nach oben hatte, muss den mittragen.
Nachweisen musst du das mit diesen Unterlagen:
- die Einkommensteuerbescheide beider Jahre
- eine Meldebescheinigung für alle Haushaltsmitglieder
- ein Grundbuchauszug
Wo die Grenze liegt und was sie in Euro bringt
Seit dem 21.07.2026 ist der Einkommensbonus gestaffelt. Je niedriger das zvE, desto höher der Zuschlag oben auf die Grundförderung.
| zu versteuerndes Einkommen (Haushalt/Jahr) | Einkommensbonus |
|---|---|
| bis 30.000 € | + 40 % |
| über 30.000 bis 40.000 € | + 30 % |
| über 40.000 bis 50.000 € | + 10 % |
| über 50.000 € | kein Bonus |
Stand: 24.07.2026
Was das konkret heißt: Die förderfähigen Kosten für den Heizungstausch sind bei der ersten Wohneinheit auf 30.000 Euro gedeckelt. Ein Einkommensbonus von 40 Prozent bringt dir daraus bis zu 12.000 Euro zusätzlich. Bei 30 Prozent sind es immer noch bis zu 9.000 Euro. Kein Kleingeld für eine Zahl, die ohnehin in deinem Steuerbescheid steht.
Sonderfall Rentner und Selbstständige
Bei Rentnern zählt nicht die volle ausgezahlte Rente. Angerechnet wird nur der steuerpflichtige Anteil, der als zvE im Bescheid ausgewiesen ist. Der liegt je nach Rentenbeginn oft deutlich darunter. Ehrlich gesagt unterschätzen das viele und melden sich gar nicht erst.
Bei Selbstständigen und Freiberuflern ist es der Gewinn nach Betriebsausgaben, ebenfalls sauber über den Steuerbescheid belegt. Auch hier gilt der Durchschnitt aus 2023 und 2024.
Wie du diese Nachweise Schritt für Schritt im KfW-Portal hochlädst, ohne dass der Antrag hängen bleibt, klären wir im nächsten Teil.
Dieser Beitrag wurde KI-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft.
Häufige Fragen
Zählt beim Einkommensbonus das Brutto oder das zu versteuernde Einkommen?
Es zählt das zu versteuernde Einkommen aus dem Steuerbescheid, also nach Abzug aller Werbungskosten und Freibeträge. Das liegt in der Regel spürbar unter dem Bruttolohn.
Welche Steuerjahre prüft die KfW bei einem Antrag 2026?
Maßgeblich ist der Durchschnitt aus dem zweiten und dritten Jahr vor dem Antrag, für 2026 also die Bescheide 2023 und 2024. Beide Werte addieren und durch zwei teilen.
Wie hoch ist die Einkommensgrenze für den Einkommensbonus?
Bis 30.000 Euro zvE gibt es 40 Prozent, bis 40.000 Euro 30 Prozent, bis 50.000 Euro 10 Prozent. Über 50.000 Euro entfällt der Bonus (Stand 24.07.2026).
Welches Einkommen wird bei Rentnern angerechnet?
Nicht die gesamte Rente, sondern nur der steuerpflichtige Anteil, der als zu versteuerndes Einkommen im Bescheid steht. Bei früherem Rentenbeginn ist dieser Anteil niedriger.
Senkt ein Kind das maßgebliche Einkommen?
Ja. Lebt mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt, sinkt das maßgebliche zvE pauschal und einmalig um 10.000 Euro, nicht je Kind. Das kann dich eine Bonusstufe höher heben.